Ein später Song zum Sonntag, aber einer zum Lachen...
LesMis Rhapsody - Queen's geniale "Bohemian Rhapsody" als LesMis-Spoof anlässlich des "10th Anniversary Concert" in Australien. Da letztes Wochenende das 25-Jahre-Jubiläum in London groß gefeiert wurde (siehe u.a. hier), nehme ich dies als Anlass dieses äußerst amüsante Video zu posten. Viel Spaß!
P.S.: Im November wird die DVD vom 25-Jahre-Konzert im Londoner O2 im Handel erhältlich sein.
Sonntag, 10. Oktober 2010
Samstag, 9. Oktober 2010
Musical Meets Opera
Fast eine Woche später finde ich erst Zeit über dieses (überraschend) interessante und unterhaltsame Event zu berichten. Gute Unterhaltung um wenig Geld (6 Euro Musicalclub-Preis bzw. 12 Euro regulär) - pures Vergnügen! Im Vorhinein war nicht wirklich klar, was man erwarten konnte - vielleicht Opernstars singen Musicals und umgekehrt, dann wiederum stand in der Ankündigung „Zu Gast bei den Vampiren“, was auch mehrdeutig ausgelegt werden konnte. Ich konnte meine Erwartungen nicht konkretisieren und habe diese Veranstalung relativ unvoreingenommen besucht. Das Ronacher war bis oben hin gefüllt mit Staatsopern Freunden, Musicalfans und Schulklassen – eine lustige Mischung, zumal das Publikum auch in jeweilige Blöcke eingeteilt wurde. Rechts die Musicalclubmitglieder, links die Freunde der Staatsoper und in den Rängen die Schüler (oder so ähnlich). Wenn man schon bei den Vampiren zu Gast ist, so hatte der Vormittag natürlich einen Musicalschwerpunkt, speziell "Tanz der Vampire" stand im Zentrum. „Koukol“ brachte die Darsteller auf die Bühne und lockerte die Atmosphäre gleich zu Beginn.
Zu allererst möchte ich den Moderator erwähnen – Thomas Dänemark. Einen so engagierten und begeisterten Moderator habe ich lange nicht gesehen. An Dänemarks Ausstrahlung merkte man, dass er Spaß an seiner Arbeit hat. Er wirkte interessiert, führte gute Kurzinterviews mit den Darstellern und Dramaturg Peter Back-Vega (dieses vielleicht ums Kennen zu lang), zeigte sich hie und da ironisch und schreckte nicht davor zurück, sich kurzzeitig selbst zum Affen – ähm, Vampir – zu machen. Überaus charmant und informiert führt er durch die zwei kurzweiligen Stunden.
Vor der Vampir-Kulisse bekamen die Zuschauer neben persönlichen Interviews auch gesangliche Kostproben geboten. Im letzten Teil der Show vereinigten sich dann Oper und Musical und man konnte erleben, was passiert, wenn Operndarsteller „Totale Finsternis“ singen. Ab und zu wurde „Tanz der Vampire“ mit Mozarts „Don Giovanni“ verglichen – Klangbeispiele inklusive. Hier wollte man nicht zu viel, sondern einigte sich auf kurze Vergleiche, was ich als angenehm und sehr interessant empfunden habe.
Tja, das Highlight waren neben den Darstellerinterviews, das wunderbar komische Duett „Wenn Liebe in dir ist“ ohne Kostüm und mit getauschten Rollen. Meine Hochachtung an Lukas Perman und Marc Liebisch! Perman würde gar nicht mal einen schlechten Herbert abgeben. Was mir außerdem sehr gefallen hat war, dass die Darsteller sehr natürlich und locker waren. Sie plauderten fröhlich drauf los, machten Scherze und erzählten von ihren Bühnen-Hoppalas. Wenn man die eine oder andere Geschichte vielleicht schon kannte, es ist doch immer wieder amüsant sie zu hören.
Dazwischen gab es noch ein paar Videos, wie z.B. über die Verwandlung von Marc Liebisch in Herbert von Krolock und eine Verkostung von Theaterblut (leider nicht für das Publikum). Ein gut verbrachter Theatervormittag, von dem man sagen kann, dass man für sein gezahltes Geld, mehr Leistung bekommen hat, als vielleicht ursprünglich erwartet.
Eine Wiederholung mit neuer Besetzung ist wünschenswert. In ihrer Abschlussrede kündigte Intendantin Kathrin Zechner eine Zusammenarbeit mit Moderator Thomas Dänemark an, bei einem Weihnachtskonzert der Zukunft. Ob dieses kleine Versprechen wirklich eingelöst wird, bleibt offen. Ich hoffe es doch, denn Herr Dänemark hat seine Sache gut gemacht, in dem er nie zu viel und auch nicht zu wenig geredet hat…eine Gabe, die nicht jeder Moderator besitzt :) Link:
- youtube - Marc Liebisch & Lukas Perman: "Wenn Liebe in dir ist" in getauschten Rollen
- Information zum Event - VBW
*Image via
Donnerstag, 7. Oktober 2010
Frank Wildhorn & Friends
Die Organisatoren „Pomp Duck and Circumstance“ schreiben auf dem Programmheft, dass es sich bei „Frank Wildhorn & Friends“ um das „Musicalkonzert der Saison“ handelt. Dem kann ich nicht nur zustimmen, sondern ich erweitere die Phrase und meine, dass es „das beste Musicalkonzert der letzten Jahre“ in Wien war. Wer Wildhorn mag war an diesem Abend jedenfalls an der richtigen Stelle. Ausverkauft war das Raimund Theater leider nicht, das liegt aber sicherlich nicht am Angebot. Die Nachfrage wurde nämlich nicht wirklich zugelassen, es fehlte die Werbung. Ein paar Flyer in den VBW-Theatern und ein, zwei Plakate (ja, ich habe eines gesehen – in Hietzing) genügen nicht. Restkarten gab es zuhauf, denn trotz der Umwandlung einiger Preiskategorien konnte das Theater nicht ganz gefüllt werden. Der Stimmung tat das allerdings keinen Abbruch - wer dort sein wollte, um einen wunderbaren Komponisten und einige seiner Freunde zu erleben, der war dort. Deswegen hatte das Konzert auch irgendwie einen intimen Touch. Die Atmospäre war locker und angenehm, nicht zuletzt wegen der sympathischen Intros von Frank Wildhorn persönlich. Dieser hatte am Klavier Platz genommen und begleitete seine Künstler durch den Abend. Das Orchester der VBW kann etwas, das wusste ich schon, aber wie gut es wirklich ist, hat man erst an diesem Abend gemerkt. Der Sound, der hier unter der Leitung von Koen Schoots, entstanden ist, war einfach nur bezaubernd.
Die Solisten des Abends waren drei wunderbare Darsteller, Thomas Borchert, Pia Douwes und Linda Eder. Das Programm klang ganz vielversprechend, alte Hits und neue Songs, mit Hit-Potential. So gab es ein bisschen Monte Christo, ein bisschen Jekyll und Dracula, Rudolf, Carmen und Neues aus Wonderland und Bonnie & Clyde. Eine bunte Mischung. Zwischendrin dann auch „Where do broken hearts go?“, ein Song, den ich sehr gern habe, aber vor diesem Abend nicht wusste, dass Wildhorn ihn komponiert hat, und „Gold“, ein Song aus „Camille Claudel“, der auch bei den Winter Olympics 2002 seine Verwendung fand.
Der erste Akt schloss mit einem Swing Medley und als Zuschauer konnte man gar nicht besser in die Pause geschickt werden. Einziger kleiner Kritikpunkt: „Something More“ (Rudolf) von Linda Eder und Thomas Borchert, weil es irgendwie nicht recht wollte. Große Stimmen, keine Frage, aber hier hat das Gefühl gefehlt. Trotzdem habe ich mich an die Zeit zurückgesehnt, als statt Matrosen noch Rudolf und Mary im Raimund Theater spielen durften. Wer an Wildhorns Kompositionen gezweifelt hat, der wird eines Besseren belehrt, denn er ist ein Meister der großen Melodien. Vor allem die Balladen überzeugen immer wieder. Der Einsatz des vollen Orchesters macht einfach etwas aus und die Orchestrierung von Schoots fügt sich perfekt ein.
Während der zweite Akt mit „Viva“ aus Carmen feurig begann und danach Wildhorn persönlich „Living in the Shadows“ (Victor/Victoria) anstimmte, fragte man sich vielleicht schon, ob Linda Eder denn „Vienna“ als Zugabe singen würde, immerhin stand sie in Wien auf der Bühne. Als sie es dann sang, breitete sich im Theater eine ganz eigene Stimmung aus. Man spürte Eders Emotionen in jedem Wort. Den Song widmete sie ihrem Vater und ihrer Familie und am Ende standen nicht nur Linda Eder die Tränen in den Augen. Eine Verbundenheit war im Raum und ich bin mir sicher, dass viele das spüren konnten.
„This is the moment“ und „Finding Wonderland“ bereiteten die Zuschauer auf dieses Erlebnis vor. Borchert und Douwes brachten ihre beeindruckenden Performances zu einem schönen Schluss und zogen das Publikum in ihren Bann. Beide zeigten an diesem Abend ihre unglaubliche Wandlungsfähigkeit und Bandbreite – ein Genuss.
Berichte über dieses Konzert findet ihr auch hier:
- Eder & Wildhorn Reunite Onstage + Fotos - Broadwayworld.com
- Eine Sternstunde in zweieinhalb Stunden - Musikalitis
- Wildhorn & Friends - endlich wieder Musical im Raimund Theater + Fotos - Kultur-Channel
*Image via
Sonntag, 3. Oktober 2010
"Don't Rain On My Parade" - Der Song zum Sonntag
Morgen findet die "große" Frank Wildhorn & Friends Gala im Raimund Theater statt und angeblich gibt es noch einige Karten - kein Wunder. Keine Werbung, teure Kartenpreise.
Neben Thomas Borchert und Pia Douwes wird auch eine im deutschsprachigen Raum weniger bekannte Darstellerin auftreten - Linda Eder. Die Tochter eines Österreichers spielte nicht nur die erste Lucy in "Jekyll & Hyde", sondern ist auch sonst sehr stark mit Wildhorns Werk verbunden (CD-Aufnahmen, Uraufführungen, etc.), das liegt u.a. auch daran, dass die beiden von 1998 bis 2004 verheiratet waren und einen gemeinsamen Sohn haben.
Der heutige "Song zum Sonntag" ist "Don't Rain On My Parade" aus Funny Girl. Linda Eders Performance lässt meine Spannung auf den morgigen Abend steigen. Ich bin wirklich schon gespannt, wie das Konzert aussehen wird...
P.S.: Heute fand im Ronacher die "Musical Meets Opera" Matinee statt. Es war ein sehr vergnüglicher und interessanter Vormittag in lockerer Atmosphäre. Mein Bericht folgt erst in ein paar Tagen, da ich aufgrund von Prüfungen erst dann Zeit dazu finden werde. Schönen Sonntagabend!
Neben Thomas Borchert und Pia Douwes wird auch eine im deutschsprachigen Raum weniger bekannte Darstellerin auftreten - Linda Eder. Die Tochter eines Österreichers spielte nicht nur die erste Lucy in "Jekyll & Hyde", sondern ist auch sonst sehr stark mit Wildhorns Werk verbunden (CD-Aufnahmen, Uraufführungen, etc.), das liegt u.a. auch daran, dass die beiden von 1998 bis 2004 verheiratet waren und einen gemeinsamen Sohn haben.
Der heutige "Song zum Sonntag" ist "Don't Rain On My Parade" aus Funny Girl. Linda Eders Performance lässt meine Spannung auf den morgigen Abend steigen. Ich bin wirklich schon gespannt, wie das Konzert aussehen wird...
P.S.: Heute fand im Ronacher die "Musical Meets Opera" Matinee statt. Es war ein sehr vergnüglicher und interessanter Vormittag in lockerer Atmosphäre. Mein Bericht folgt erst in ein paar Tagen, da ich aufgrund von Prüfungen erst dann Zeit dazu finden werde. Schönen Sonntagabend!
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