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Mittwoch, 24. November 2010

Leibovitz meets Spiderman

Letzten Sommer durfte ich - wie einige von euch bereits wissen - ein Internship am Broadway machen. Während dieser Zeit konnte ich in die verschiedensten Bereiche Einblick gewinnen und begab mich auch auf geheime Spiderman-Mission. Das Innere des Hilton Theatres befand sich noch im Rohzustand, für die geplante Premiere im Februar hätte es mehr als schnell gehen müssen, um es rechtzeitig fertigzustellen. Allerings durfte ich die ersten stage models begutachten...was ich zu sehen bekam war umwerfend, aber unglaublich und unvorstellbar. Auch ein Team DER bekanntesten Modezeitschrift, VOGUE, hatte damals die Möglichkeit einen ersten Eindruck zu bekommen und alles für ein Fotoshooting mit Annie Leibovitz vorzubereiten.
1 1/2 Jahre später ist es nun endlich soweit und das Ergebnis des Shootings wurde veröffentlicht. In der Zwischenzeit hat sich das Premierendatum immer weiter nach hinten verschoben, das Theater hat seinen Namen geändert und heißt jetzt "Foxwoods Theatre" und die Cast wurde gewechselt.
Das verbindende Element von Leibovitz und Spider-Man: Turn Off The Dark? Die Finanzlage. Während die berühmte Fotografin in den Privatkonkurs geschlittert ist, spricht man bei Spider-Man vom teuersten Musical, das es je auf die Bühne geschafft hat (was es im Grunde genommen auch noch nicht hat).
40 Millionen Dollar und mehr sind in dieses Projekt geflossen, möge es bitte Erfolg haben! Julie Taymor, George Tsypin und die Musik von Bono und The Edge sind schon mal keine schlechte Vorraussetzung.

Der aktuelle Termin der Opening Night ist der 11. Jänner 2011, mal sehen ob das wirklich der Wahrheit entspricht...

HIER geht's zur Slideshow mit den Bildern der großartigen Annie Leibovitz.


Links:

Montag, 29. Juni 2009

Fotos - Donauinselfest 2009

Hier nun ein paar Fotos. Sie sind leider aufgrund der Witterung nicht soo gut geworden...























































Donnerstag, 19. März 2009

Musical Mamis

Am Montag war es wieder einmal so weit und die Benefizveranstaltung "Musical Mamis" ging im Metropol über die Bühne. Musical-Mamis sangen für YoungMum, ein Projekt, das Teenager in ihrer Schwangerschaft und ein Jahr nach der Geburt ihres Sprösslings unterstützt.

Suzanne Carey hat diese Veranstaltung ins Leben gerufen, konnte aber dieses Jahr aufgrund ihres Engagements bei "Der Graf von Monte Christo" nicht anwesend sein.

Der Abend war sehr unterhaltsam und wer die Musical-Mamis auch einmal fernab der Bühne erleben wollte, der hatte hier die Möglichkeit. Neben einigen sehr schönen Momenten der Veranstaltung, gab es aber auch leider die weniger schönen...
Vor allem beim Moderator hat man daneben gegriffen. Bei Oliver Huethers Moderationen bin ich mir teilweise vorgekommen als wäre ich bei einer Auktion und seine zahlreichen Versprecher waren ab einer gewissen Anzahl auch nicht mehr charmant (bis auf "die Vereinigten Bienen"...Drew Sarich hat ihm dann aus der Patsche geholfen)...ab und zu hat man zwar die Qualitäten eines Moderators in Huether erkennen können, vor allem bei den Interviews mit den Verantwortlichen des Projekts, allerdings hätte mir ein Moderator aus den Vorjahren wie Dennis Kozeluh oder André Bauer besser gefallen...beiden haben ihre Aufgabe wesentlich besser und charmanter gemeistert...

Das Programm des Abends war gut gemischt und hat mir im Großen und Ganzen auch gut gefallen.

Highlights waren auf jeden Fall Caroline Vasicek, Eva Maria Scholz, Ann Mandrella und Drew Sarich, Nina Proll, Eva Maria Marold und die Sketches von Kathy Tanner und Anne Kozeluh.

Caroline Vasicek gab "Moonriver" zum Besten und überraschte einmal mehr mir ihrer wunderbar warmen Stimme und einer sehr schönen Version des berühmten Songs. Auch ihr Duett mit Astrid Golda "Gabriellas Song", das beide in der Originalsprache Schwedisch gesungen haben, war sehr berührend. Am Ende des Abends hat dann das gesamte Ensemble "Leuchte, leuchte kleiner Stern" gesungen, ein Lied, das von Vasiceks Vater für sie geschrieben wurde und auf ihrer neuen Kinder-CD gerade erschienen ist. Die sichtlich gerührte Caroline Vasicek und das restliche Ensemble schlossen so den Abend hervorragend ab...

Zwischen den Songs zeigten Kathy Tanner und Anne Kozeluh selbstgeschriebene Sketches, die ihre Wirkung nicht verfehlten und die Stimmung im Saal auflockerten. Sehr gelungene Einlagen!



Auch Nina Proll und Eva Maria Marold zeigten ihr Können und einmal mehr konnte man sich von ihren tollen Stimmen überzeugen lassen. Vor allem Nina Prolls Darbietung von "Ich muss einmal aus dem Milieu heraus" war großartig und zeigte ihr schauspielerisches Talent.

Ein weiteres Highlight war auch der Vortrag von Eva Maria Scholz und ihrer Tochter Laura. Das sketchartige "Mutter-Kind-Turnen" traf voll ins Schwarze und begeisterte die Zuschauer. Die kleine Laura hat sichtlich das darstellerische Talent ihrer Mutter geerbt und für ihre jungen Jahre war der Auftritt im Metropol schon große Bühne...:)




Nach der Pause kam auch das Ehepaar Sarich/ Mandrella an die Reihe. Von Sarich auf der Gitarre (und auch stimmlich) begleitet, sang Ann Mandrella zwei sehr schöne Songs und mit ihrer sehr gefühlvollen Interpretation bleibt sie mir von diesem Abend besonders in Erinnerung. Wir können froh sein, dass Wien sie wieder hat...;)

Enttäuschende Einlagen gab es, wie schon erwähnt, auch einige...so ließ man eine Amateursängerin "Ich gehör nur mir" singen, Marika Lichter "Gold von den Sternen" und Stella Fürst Reinhard Meys "Apfelbäumchen"...

Die "Amateursängerin" wurde von den Organisatoren des YoungMum-Projekts gebeten an diesem Abend auch etwas zu singen, da sie ja "so" eine gute Stimme habe...von mir aus gern...da zählen andere Werte...aber "Ich gehör nur mir"? Nein, danke. Dieses Lied wird von Unterqualifizierten bei Auditions überstrapaziert und jetzt schon wieder...hätte sie doch besser ein anderes Lied gewählt...

Marika Lichters Stimme gefällt mir einfach nicht, da kann sie nichts dafür...als Mrs. Van Hopper - okay, aber nicht viel mehr. Ihr "Gold von den Sternen" klang wenig berauschend und auch "Danke für die Lieder" ging eher daneben.

Reinhard Mey Lieder wurden an diesem Abend, zum Thema passend, auch zwei gesungen. Das erste, "Keine ruhige Minute", gab eine hervorragende Eröffnungsnummer, allerdings ging das zweite, "Mein Apfelbäumchen", aufgrund einer miserablen Performance von Stella Fürst, in die Hose. Fürst traf nur wenige Töne und das schöne Lied verlor aufgrund dessen jegliches Gefühl. Sehr schade!

Auch die Darstellung der "Trapp-Enkerl" von Astrid Golda und Petra Kreuzer war eher peinlich als gelungen und manchen Zuschauer blieb bei ihren Witzen das Lachen im Halse stecken.

Ein Highlight habe ich noch vergessen zu erwähnen...Susan Ten Harmsen...
Eine großartige Stimme, die sie u.a. bei "Woman in the Moon" unter Beweis stellen konnte und ein sehr amüsanter Sketch über eine holländische Putzfrau, mit dem sie ihr schauspielerisches Talent zeigen konnte...sehr gelungen!

Im Großen und Ganzen war es dennoch ein netter Abend. Um sich über die verpatzten Passagen hinweg zu trösten, sollte man sich vorsagen, dass es sich hierbei um eine Benefizveranstaltung handelt und man etwas Gutes getan hat. Mit einigen Änderungen könnte der Musical-Mamis-Abend im Metropol im nächsten Jahr wieder auf ein höheres Niveau zurückkehren...erfreulich wäre es sehr, denn die Idee des Abends ist ja wirklich gut.




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