Posts mit dem Label DVD werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label DVD werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 10. Dezember 2010

Musical TV-Tipps

Eine kleine Auswahl...

HEUTE:

- Die ultimative Chart Show. Die erfolgreichsten Musical-Hits. RTL, 21:15

- Popstar/-sternchen und Musicaldarsteller Ross Anthony als Coach bei "Helden von morgen" ORF 1, 20:15

11.12.:

- Tarzan-Ensemble bei "Verstehen Sie Spaß?" u.a. "Dir gehört mein Herz" und "Fremde wie ich". ARD, 20:15 (WH am 13.12. um 10:03)

31.12.:

- Die 10 Gebote. Musical. BIBEL TV, 11:30

- Phil Collins: Going back. Dokumentation. (u.a. auch Musical Tarzan) 3SAT, 22:15
ab Jänner:

Die Erfolgsserie GLEE auf RTL bzw. SUPER RTL.
[Wer - wie ich - die deutsche Synchronisation wahrscheinlich nicht aushalten wird, die erste Staffel gibt es bereits auf DVD (u.a. bei amazon UK)...]

Samstag, 19. Dezember 2009

Máté unplugged - Metropol

Hat doch etwas länger gedauert, aber jetzt habe ich endlich Weihnachtsferien und wieder Zeit für meinen Blog...

Tja, was soll ich über das Konzert schreiben?! Zuerst wollte ich überhaupt gar nicht zu diesem Konzert gehen, da ich - obwohl ich Mátés Kamarás erstes Rockkonzert im Metropol gut fand - von seinem gewöhnungsbedürftigen "Bühnenverhalten" etwas abgestoßen war. Ein Abend mit Musicalsongs klang für mich dann doch anders und so habe ich mich entschlossen hinzugehen...
Ich habe es nicht bereut, denn es hat wirklich viel Spaß gemacht!

Sichtlich nervös betrat Máté Kamarás die Bühne des Metropols, aber er hat seine Nervosität nicht heruntergespielt, sondern offen zugegeben -was ich in diesem Fall sehr sympathisch gefunden habe...überhaupt haben mir die Geschichten, die er an diesem Abend mit dem Publikum geteilt hat, am besten gefallen. Sie waren richtig lustig, klangen ehrlich und waren irgendwie auch berührend.

Kamarás gab einen guten Querschnitt durch seine Karriere zum Besten (Miss Saigon, Jekyll&Hyde, Les Miserables, Mozart!...), was mir allerdings gefehlt hat war eindeutig "Tanz der Vampire". Er hat es oft erwähnt und auch als "Durchbruch" bezeichnet, aber leider nicht angestimmt...das hat mir irgendwie leid getan, denn ich hätte gerne wieder ein tolles "Nightmare Solo" gehört...das geht nämlich momentan im Ronacher eher in die Hose, doch dazu vielleicht später :)

Naja...Elisabeth wurde dafür auf ungarisch, deutsch und japanisch abgehandelt. Ich muss gestehen, dass ich wirklich überrascht war wie sehr sich Máté Kamarás in die Lieder hat fallen lassen können. Er war gut in den Rollen drinnen und hat auch mit viel Gefühl gesungen. Leider ist das "Gefühl" ab und zu weggebrochen, als er versucht hat ein bisschen "edge" in bestimmte Songs hineinzubringen...toll war das bei "One Song Glory"...Máté als Roger, warum nicht? Er war wirklich gut! Bei anderen Songs haben seine Interpretationen ein wenig "too much" gewirkt, aber bei einem Solo-Konzert kann man darüber hinwegsehen, da gehört es ja irgendwie dazu, sich die Lieder ganz zu Eigen zu machen...Máté Kamarás ist einfach ein Charakter und den bringt er ein...

Wie schon gesagt habe ich das Konzert sehr genossen, allerdings hat Kamarás für meinen Geschmack zu viele Zugaben gegeben...ja, auch das gibt es - finde ich!
Mir reicht bei Konzerten, die von sich aus einen guten Abschluss finden, eine Zugabe, allerhöchstens zwei! Sind es mehr kann es bei mir schnell zu einer Reizüberflutung kommen - vor allem dann, wenn das Konzert selbst schon lange dauert. Ich werde dann unruhig, ein wenig genervt und kann nicht mehr genießen - was schade ist, da die Stimmung vorher so gut war! Die Hardcore-Fans konnten aber nicht genug bekommen und ich freue mich für sie, dass sie an diesem Abend so viel von Máté hatten :D

Was ich Máté Kamarás auch noch zugute halten kann ist, dass ich wirklich den Eindruck hatte, er ist ein wenig reifer geworden. Ich finde, dass ihm das gut steht und er dadurch nur gewonnen hat! :)
Was mich allerdings stört - den Großteil des Publikums aber nicht - ist, dass er sehr viel Zustimmung braucht. Als Balsam für die Seele oder so...
Ich applaudiere gerne und auch viel und ich finde auch Zurufe gut, solange sie eine bestimmte Frequenz nicht überschreiten, sie nicht an unmöglichen Stellen auftauchen oder so fanatisch sind, dass man die Zurechnungsfähigkeit des Schreiers anzuzweifeln beginnt...
Ich will mir aber meine "Zustimmung" nicht vorschreiben lassen, sondern selbst bestimmen, ob mir etwas jetzt gefallen hat oder nicht...klingt vielleicht etwas komisch, aber wenn ich - als Zuschauer - dauernd dazu aufgefordert werde Lärm zu machen, dann ist meine Stimmung schnell weg...
Ich glaube, ich wirke gerade wie ein höchst launischer Mensch, aber so hat es sich nun mal angefühlt...:D

Das neu erschienene Album "Máté Kamarás unreleased" ging an diesem Abend weg wie warme Semmeln und da es nur 12 Euro gekostet hat, habe ich es mir auch mitgenommen. Leider bin ich noch nicht dazu gekommen es anzuhören...es handelt sich hierbei aber nicht um eine CD mit Musicalsongs, sondern um die Live-Aufnahme eines seiner Rockkonzerte!

Freitag, 30. Oktober 2009

...

...seit meinem letzten Eintrag ist leider ein ganzes Monat vergangen...aber das hat seine Gründe :)

1.) ...ist mein Notebook kaputt gegangen und ich musste mir ein neues zulegen...nirgends schreibt es sich so gut wie am eigenen Computer und deshalb hat es mich wenig gefreut einen neuen Eintrag zu verfassen.

2.) ...habe ich mir die Frage gestellt, ob ich überhaupt noch weiterschreiben soll - es ist lange Zeit keine Rückmeldung gekommen und obwohl ich auch zu meinem eigenen Vergnügen blogge, finde ich es schon schön, wenn ab und zu ein Kommentar gepostet wird...sei es auch noch so kurz, scharfe Kritik oder eine eigene Meinung...so etwas treibt mich wieder voran :)

3.) ...war ich in letzter Zeit zwar oft im Theater oder bei Konzerten, allerdings war nichts "Musicalisches" dabei :D...jetzt geht es aber wieder los und ich werde weiterhin darüber berichten...wo sollen denn sonst meine ganzen Gedanken hin :)

VBW Konzert am 26.10.:

Beim Konzert auf dem Rathausplatz - am Nationalfeiertag - war ich (leider) nicht dabei...ehrlich gesagt konnte ich auf eine 30minütige Darbietung altbekannter Songs auch mal verzichten...war jemand von euch dort? Wie hat es euch gefallen?
Auf http://www.kultur-channel.at/ gibt es einen sehr amüsanten Bericht darüber!

Rudolf nach der Sommerpause + DVD:

Gestern war ich zum ersten Mal nach der Sommerpause in Rudolf und muss gestehen, dass ich diesem großartigen Musical schon jetzt nachtrauere...wenn ich mir vorstelle was folgen soll und mir dann diverse Aussagen des Herrn Jürgens (Musical-Qualität endlich nach Ö bringen, etc.) ins Gedächtnis rufe, wird mir ein wenig schlecht!

Doch noch zu Rudolf...ich bin, offen gestanden, kein Fan der Änderungen. Ich fand die Show in ihrer Premierenversion am allerbesten, aber nun gut...ich muss mich damit abfinden :)
Die schauspielerischen Leistungen verbessern sich aber immer mehr. Es scheint als wären die Darsteller in sich gegangen, um noch einmal den Kern ihrer Rolle zu entdecken und herauszuholen...auch Uwe Kröger hat es geschafft dem Kern näher zu kommen und nimmt sich jetzt selbst ein wenig mehr zurück...falsche Töne hört man leider immer wieder, aber die Kraft die er in seiner Stimme hat ist nach wie vor unglaublich...allerdings kann auch die falsch eingesetzt werden...

Bsp: Ich habe ein Problem mit der Szene in der Graf Taaffe beginnt wild herumzuschreien. Uwe Kröger erhebt seine Stimme dermaßen, sodass ihm ganz falsche Betonungen herauspurzeln...es klingt dann wie auswendig gelernter Text und wirkt viel zu übertrieben. Natürlich muss man hier "schreien" und die Wut Taaffes soll deutlich werden, aber ein bisschen weniger würde hier nicht schaden...

Besonderes Augenmerk habe ich diesmal auf Jan Hutter gelegt...er hat mich irgendwie in seinen Bann gezogen, da er mit seiner großartigen Mimik wirklich das Beste aus seiner kleinen Rolle des Meisner herausgeholt hat. Es war wirklich fantastisch und ich habe mich köstlich amüsiert!
Robert D. Marx habe ich zum ersten Mal als Franz Joseph gesehen und ich muss sagen, dass er mir grundsätzlich gut gefallen hat. Aber er wirkt trotz Bart und grauem Haar jünger als Sarich und das ist nun mal problematisch...Schön war es allerdings Franz Joseph Deutsch sprechen zu hören, also akzentfreies Deutsch...ich musste mich echt daran gewöhnen :)

Achja...ich hab sie noch nicht, aber die neue Rudolf DVD ist bereits erhältlich...auch darüber gibt es einen interessanten und nicht minder amüsanten Bericht auf http://www.kultur-channel.at/ !

So das war's erstmal...meine Musical-Pläne für die nächsten Wochen:

31.10 Sweeney Todd - Stadttheater Klagenfurt
7.11 Pflanz der Vampire - Theater 82er Haus
28.11 MATÈ unplugged - Metropol
3.12 Tarzan - Theater Neue Flora, Hamburg
11.12 Musical Christmas - Raimund Theater
17.12 Tanz der Vampire - Ronacher
19.12 Borchert besinnlich - Theater Akzent
28.12 Pia Douwes - Ein Abend im Dezember - Theater Akzent

außerdem auch: Hallo Steward! boeing boeing andersrum (Palais Nowak), Sugar - Manche mögen's heiß (Kammerspiele)...mal sehen ob noch etwas dazu kommt :)

Montag, 7. September 2009

Chess In Concert

"Chess" ist ein Musical, das bisher fast spurlos an mir vorüber gegangen ist...und wahrscheinlich nicht nur an mir. Irgendwie hat es keinen sonderlich guten Ruf - vielleicht weil es über die Jahre immer wieder verändert wurde...
Viele kennen die Songs "One Night In Bangkok" und "I Know Him So Well", hatten sie doch beide hohe Chartpositionen und sind heute fast schon zu Evergreens avanciert.
Ich wusste, dass sie aus dem Musical "Chess" von Benny Andersson, Björn Ulvaeus (ABBA) und Tim Rice stammen...das war's aber schon :) Mit dem Inhalt von Chess war ich nicht vertraut und vorstellen konnte ich mir auch nicht viel darunter, da ich die Show auch noch nie gesehen hatte...

Wieder in mein Gedächtnis gerufen wurde mir das Musical, als ich letztes Jahr von der konzertanten Aufführung in London erfuhr (Mai 2008). Royal Albert Hall, großartige Besetzung. Natürlich wollte ich dort hin...leider hat es nicht geklappt, aber seit Freitag besitze ich die DVD dieses einmaligen Events und ich kann sie euch nur sehr ans Herz legen.

Die Geschichte ist gut erzählt und obwohl sie zunächst etwas kompliziert scheint kommt man trotzdem gut mit. Im Booklet findet man eine sehr gute Zusammenfassung des Inhalt, die es einem erleichtert den Geschehnissen zu folgen, aber auch wenn man diese nicht gelesen hat, ist es kein Problem den Inhalt zu verstehen.

"Chess In Concert" kommt fast ohne Requisiten aus. Ein Schachbrett und eine Leinwand, auf der man Ortsangaben und dazugehörige Bilder sieht. Einfach, aber wirkungsvoll. Auf einem Teil des Bühnenbodens befindet sich ein Schachmuster, ansonsten ist aber nicht sehr viel Platz, da das Orchester "The City of London Philharmonic" und der riesige Chor "The West End Chorus" den größten Teil der Bühne einnehmen. Für die wenigen Tanzszenen reicht der Platz aber aus. Schön sind vor allem die Ballettsequenzen während den Schachspielen. Die Kostüme sind passend zum Thema in schwarz und weiß gehalten - nur in den Bangkok-Szenen geht es ein bisschen bunter zu.

Und jetzt zur Besetzung...Überraschung ist sicherlich Josh Groban, der noch eher wenig Erfahrung im Musicalbereich hat, aber gut in die Rolle des Anatoly Sergievsky passt. Seine Stimme ist für mich wie Weihnachten. Ich weiß nicht wie ich es sonst ausdrücken soll, aber er hat ein Wärme in der Stimme, die einen irgendwie geborgen fühlen lässt. Natürlich merkt man, dass er sich noch etwas schwer tut seinen Ausdruck, den er beim Singen hat, in sein ganzes Spiel hineinzubekommen - schauspielerisch hat er eben noch ein bisschen zu lernen. Am Ende des ersten Akts performt er aber "Anthem" mit so viel Gefühl, dass man leicht über dieses Manko hinwegsieht.

Als Gegner Freddie Trumper ist Adam Pascal zu sehen. Mit seiner unverkennbaren Stimme und seiner spitzbübischen Ausstrahlung passt auch er sehr gut in seine Rolle.

Auch David Bedella macht sich gut in der Rolle des russischen Intriganten Alexander Molokov. Blass hingegen wirkt "the Arbiter", gespielt von Marti Pellow. Die Rolle gibt meiner Meinung nach wenig her - es gibt aber einige Songs, in denen der Schiedsrichter sehr wohl die Möglichkeit hat mehr aus ihr heraus zu holen. Pellow wirkt aber eher langweilig und stumpf. Es fehlt ihm an Ausdruck und Charme.

Für die Rollen Florence und Svetlana konnten Idina Menzel und Kerry Ellis gewonnen werden. Menzel, die übrigens am 2. September Mutter geworden ist, überzeugt durch und durch. Sie hat eine wunderbare Bühnenpräsenz und weiß mit ihrer Stimme perfekt umzugehen. Ihr Solo "Nobody's Side" ist für mich ein Highlight dieser Aufführung. In den Duetten mit Groban fügen sich ihre Stimmen sehr gut zusammen und man kann verstehen, warum Florence sich für Anatoly entscheidet :)

Auch Kerry Ellis, die in der wesentlich kleineren Rolle der Svetlana zu sehen ist, liefert eine tolle Leistung ab. Sie tritt erst im zweiten Akt auf, schafft aber sogleich mit "Someone Else's Story" das Publikum davon zu überzeugen, dass sie nicht die böse Ehefrau ist, für die man sie vielleicht gehalten hat.

"I Know Him So Well" (Florence, Svetlana) ist so wunderschön gesungen, dass man Gänsehaut bekommt und als am Ende Anatoly und Florence auseinandergehen, bricht einem fast das Herz, weil einem das Duett "You and I" so nahe geht.

Mich hat "Chess In Concert" sehr berührt. Wenn ich so großartige Darsteller auf der Bühne sehe, dann geht mit das Herz auf und ich denke mir immer wie wunderbar doch unsere Welt ist. Chess hat gute Musik und auch die Story ist okay. Sie schwächelt ein bisschen im Vergleich zu anderen Musicals, aber nichtsdestotrotz handelt es sich bei Chess um ein unterschätztes Musical.

Leider bietet die DVD außer einem Trailer keinerlei Extras...
Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...