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Donnerstag, 2. Dezember 2010

Musical Christmas Wishlist & Tipps

Auf meinem Wunschzettel stehen natürlich auch ein paar Musical-bezogene Wünsche...die möchte ich euch nicht vorenthalten :D

CDs:

- Sondheim on Sondheim (Original Broadway Cast)

NOCH bin ich eine eher unerfahrene Sondheim-Hörerin, langsam aber stetig ändert sich das allerdings…diesen Prozess wird diese CD unterstützen :) Das Album der Sondheim-Revue anlässlich des 80. Geburtstages des Komponisten wurde heute sogar für einen Grammy nominiert. Barbara Cook, Vanessa Williams, Norm Lewis und einige mehr singen Songs aus Sondheim-Shows, von „Send in the clowns“ bis „Ever after“.

- Bloody Bloody Andrew Jackson (Original Cast Recording)

Ein Off-Broadway-Überraschungshit, der nach dem Transfer an den Broadway im Oktober leider schon wieder Anfang Jänner schließen muss. Das ist nicht nur ein Verlust für die Produzenten, sondern auch einer für das Publikum. Da ich es leider nicht geschafft habe es zu sehen, aber von den Ausschnitten, die ich bereits zu Ohren bekommen hab, begeistert bin, steht dieses kleine Wunder auf meinem Wunschzettel…mal sehn ob mir das Christkind diese CD unter den Christbaum legt...

- Thoroughly Modern Millie (Original Broadway Cast)

Sutton Foster hat für mich als Prinzessin Fiona in Shrek den Vogel abgeschossen. Eine unglaublich talentierte Darstellerin, die sich den Tony für die Beste Hauptdarstellerin in „Thoroughly Modern Millie“ sicher redlich verdient hat. Mit Gavin Creel an ihrer Seite, der mich diesen Sommer als Claude in Hair begeistert hat, handelt es sich auf jeden Fall um ein „Dream Team“. Ich bin gespannt.


Kristin Chenoweth’s Christmas Album steht schon lange auf meiner Wunschliste und vor ein paar Tagen habe ich mir den Wunsch endlich erfüllt und mir die CD bestellt. Ich kann es kaum erwarten sie in meinen Händen zu halten…

- A Musical Christmas (Vereinigte Bühnen Wien, 2010)

Die Vorgänger besitze ich bereits und für mich ist es Tradition jedes Jahr mit meiner Mutter „Musical Christmas“ zu gehen. Es ist immer ein Erlebnis und enttäuscht wird man eigentlich nie, auch wenn sich - wie immer - die Kartenpreise jenseits von Gut und Böse befinden. Es geht auch anders! Wer sich dieses Jahr etwas Sparen möchte ist mit 17,50 Euro doch ganz gut dabei, denn da kann man sich wenigstens diese Aufnahme besorgen :)


BÜCHER:

- Patti LuPone: A Memoir (Patti LuPone)

Eine Broadway-Diva veröffentlicht eine Autobiographie – dieses Buch MUSS ich haben :) Ich lese gern aus dem Leben anderer, von Leuten, die mich beeindrucken, egal ob sie etwas „Besonderes“ geleistet haben oder nicht. Biographien von Menschen aus dem Musicalbereich habe ich bereits einige gelesen, darunter „A little bit wicked“ von Kristin Chenoweth, „Without You“ von Anthony Rapp, „‘til the fat girl sings“ von Sharon Wheatley und „Der Musical-Mann“ von Friedrich Kurz. Vor allem die ersten zwei kann ich euch nur sehr ans Herz legen – berührende, lustige, interessante Geschichten von sympathische Darstellern.

- Broadway Musicals: The Biggest Hit & The Biggest Flop of the Season 1959-2009 (Peter Flichia)

Musical-Enzyklopädien sind immer ein Risiko, doch dieses Buch wird auf einigen Seiten empfohlen und interessiert mich schon wegen des interessanten Ausgangspunktes. Der Theaterkritiker Peter Filichia schreibt übrigens auch ein Blog – hier zu finden.

- Disney's Beauty and the Beast: A CELEBRATION OF THE BROADWAY MUSICAL

Disney's The Beauty and the Beast war meines Wissens nach mein erstes Musical - die Anschaffung dieses Buches mit einer Menge Backstage Informationen und Details zum Entstehen dieses Bühnenmärchens war also nur eine Frage der Zeit...Da ich für die Uni eine Arbeit darüber schreibe, habe ich mir diesen Wunsch schon selbst erfüllt. Ein Paket ist schon auf dem Weg zu mir...das Buch ist nämlich überall vergriffen und nur noch gebraucht zu erhalten, danke für amazon-Marketplace! :)
Was steht denn auf eurer Musical-Wishlist?

Ein paar andere Wunschzettel findet ihr hier:

Weihnachtliche Musical-TIPPS:

10.12., 21:15 Uhr: Die ultimative Chartshow: Die erfolgreichsten Musical-Hits mit Showacts von Bonnie Tyler (Total Eclipse Of The Heart), Murray Head (One Night in Bangkok), Angelika Milster (Erinnerung), Bobby Farrell (Daddy Cool), Queen-Musicalcast (We Will Rock You)

15.12, 18 Uhr: Uwe Kröger im Weihnachtsdorf am Maria-Theresien-Platz

3., 4., 5. und 18. 12., 19:30 Uhr: Musical Christmas im Ronacher (und an weiteren Terminen auch in den Bundesländern und in München)

P.S.: Heute wurden die Grammy-Nominierungen bekannt gegeben...HIER könnt ihr sehen, welche Musical-Cast-Alben es auf die Liste der Nominierten geschafft haben. Auch Glee ist in einer Kategorie nominiert...persönlich drücke ich aber vor allem Lady Antebellum die Daumen (mein heutiger Anspieltipp außerhalb des Musical-Genres).

*Image via & via


Sonntag, 24. Oktober 2010

Der Musical-Mann von Friedrich Kurz

„Der Musical-Mann“ war ursprünglich auf der Liste meiner Sommerlektüre, allerdings bin ich erst jetzt dazu gekommen es auch zu lesen. Nachdem das Buch im „musicals“-Magazin eine relativ schlechte Kritik erhalten hat, bin ich ein wenig vorbelastet an die Sache herangegangen. Eigentlich kein guter Zugang zu Literatur, denn dies hatte zufolge, dass ich mich von Anfang an gefragt habe, ob denn jetzt die Erinnerung an die Kritik aus mir spricht und mein eigener Eindruck. Was genau in der Rezension gestanden ist, wusste ich allerdings nicht mehr. Nach der Hälfte des Buches war mir klar, dass es sich um mein eigenes Gefühl handelt…ein Gefühl, das mich das ganze Buch nicht mehr losgelassen hat.

Ich habe Friedrich Kurz in seiner Autobiografie (mit Marcus Mockler) als arroganten und unreifen Menschen wahrgenommen. Ganz unabhängig von seiner erstaunlichen Karriere. Was dieser Mann für das Genre Musical in Deutschland geleistet hat ist - unumstritten – so Einiges. Der Weg vom Schulabbrecher zum Musicalproduzenten war kein einfacher und das erzählt Kurz in diesem Buch. Sein Lebensweg führte ihn in die ganze Welt und durch die verschiedensten Berufssparten. Kurz verdient diesbezüglich meinen ganzen Respekt. Keine Frage, es war sehr interessant darüber zu lesen und zu erfahren, wie es bei manchen Produktionen „backstage“ so aussah.

Als Mensch ist mir Kurz aufgrund des Buches nicht sonderlich sympathisch. Nicht nur wirkt er stellenweise ganz schön arrogant, sondern er leistet sich mit dieser Autobiografie auch einige Frechheiten. Kurz äußert sich abschätzig über Leute, die ihm offensichtlich seelischen Schmerz zugefügt haben, sei es nun Robert Redford, der ihm seine Freundin ausgespannt hat, oder Peter Weck, der bei einigen Produktionen einfach die Nase vorne hatte. Jeder ist verletztlich und manchmal auch nachtragend, aber mit der Zeit sollte man verzeihen – Friedrich Kurz hat dies noch nicht geschafft, meiner Meinung nach ist er in einer Trotzphase stecken geblieben. Das alles wäre nicht ganz so schlimm, wenn Kurz nicht immer betonen würde, wie er durch eine Gotteserscheinung zum gläubigen Christen wurde, man kauft ihm das einfach nicht ab. Für mich hat er noch nicht ganz verstanden, worum es im Glauben geht. Er schreibt, dass er sich nicht mehr rächen möchte, weil er über die Verletzungen hinweg ist, legt aber mit „Der Musical-Mann“ auch eine Art Abrechnung ab. Dazu kommt, dass Kurz selbst einige Fakten verdreht und Unwahrheiten verbreitet – wahrscheinchlich als Folge seiner verletzten Ehre. Eine der größten Frechheiten ist, wenn Kurz behauptet Peter Weck hätte Gerüchte über ihn verbreitet, weil „Cats“ in Wien nicht so erfolgreich gelaufen ist, wie in Hamburg (kann stimmen, ist aber fraglich). Er hat Weck NIE persönlich getroffen, wirft aber im nächsten Satz ein, dass der ehemalige österreichische Intendant der VBW, der ihm angeblich Schaden zufügen wollte, kurz nach dem "Misserfolg" von "Cats" entlassen wurde – einfach nicht wahr. Ich bin gespannt, ob und wenn was Weck in seiner Biografie darüber berichtet ("War's das? Erinnerungen." Erschienen am 18. Oktober im Amalthea Verlag)...

Erst ganz zum Schluss kommt der Autor ein wenig zur Besinnung. Wenigstens hat er erkannt, dass es sich bei Geldgier nicht gerade um eine ideale Charaktereigenschaft handelt. Eines kann ich Kurz mit auf den Weg geben: Wie man in den Wald ruft, so schallt es heraus. Kein Wunder, dass die Lebensgefährtin irgendwann zurück schlägt, wenn man sie immer mit anderen Frauen betrügt und kein Wunder, dass man vor lauter Gier nach Reichtum, einmal auf die Nase fällt und zwar ordentlich.

„Der Musical-Mann“ ist durchaus informativ, wenn man sich für Musical interessiert, allerdings kein „Must-Read“. Es ist kurzweilig und schnell zu lesen. Wenn es auch auf menschlicher Ebene kläglich versagt, ist es trotzdem eine interessante Lebensgeschichte.

"Der Musical-Mann. Ein steiler Aufstieg, ein tiefer Fall und eine Begegnung mit Gott, die alles veränderte." von Friedrich Kurz (mit Marcus Mockler). GerthMedien Verlag. 2010. 224 Seiten.

Freitag, 6. August 2010

‘til the fat girl sings

Teil meines Musicalsommers ist auch eine kleine Literaturauswahl zum Thema. Darunter „‘til the fat girl sings - From an Overweight Nobody to a Broadway Somebody “ von Sharon Wheatley. Hier ein paar Anmerkungen:

Sharon Wheatley ist mittlerweile keine Unbekannte am Broadway, doch ihr Weg dahin war alles andere als einfach. Um die beschwerliche Reise mit Ziel „The Great White Way“ geht es in „'til the fat girl sings“, vor allem aber konzentriert sich das Buch auf das Problemfeld Übergewicht.

Ich habe mir mehr zum Thema Musical erwartet, aber Wheatley geht es in erster Linie darum, Menschen auf das Thema Fettleibigkeit aufmerksam zu machen. Neben diesem zentralen Punkt, erzählt die Darstellerin aber auch über ihren Weg zum Broadway. Sie berichtet von Gesangsstunden, Treffen mit gefürchteten Regisseuren über das Kennenlernen ihres Ehemanns (Musical Director Rob Meffe) bis hin zu einer Cats-Audition und ihrem Broadwaydebut in LesMis. Wheatley schreibt über ihre oft sehr schmerzhaften Erfahrungen, Verletzungen, Freundschaften und Familienprobleme. Es wirkt sehr ehrlich und sie nimmt sich auch kein Blatt vor den Mund. Die Autobiographie geht ans Herz und macht Mut. Denn trotz vieler Zweifel ihres Umfeldes und einigen Selbstzweifel hat sie es geschafft ihren Weg zu gehen.

Sharon Wheatley ist im Moment am Broadway in Avenue Q (Swing) zu sehen. Sie ist Mutter von zwei Töchtern.

‘til the fat girl sings. From an Overweight Nobody to a Broadway Somebody – Sharon Wheatley. Erschienen bei Adams Media, Avon Massachusetts. 2006. 271 Seiten.

Links:

*Image via

P.S.: Vergesst nicht in der Umfrage (rechts) teilzunehmen. Danke!

Dienstag, 22. Juni 2010

Musicalsommer

Der Sommer ist ja für das Genre Musical eine gute Zeit, allerdings eher in Form eines Musicalfestivals oder Festspielen, aber auch einige Stadttheater geben nicht auf und wollen Publikum auch in dieser Jahreszeit anlocken, so bietet auch das Stadttheater Klagenfurt 2010 einen Musicalsommer an. Die Wörtherseebühne hat ja ihr Musical-Programm eingestellt. Gott sei Dank! Es ist zwar eine wunderschöne Bühne, aber die Produktionen waren leider (meistens) extrem schlecht.

Meine Pläne:

27. Juni: Musical Forever 2, Ronacher - Verabschiedung Caspar Richter
7.-9. Juli: kurzer Musicaltrip nach London
Ende Juli: Sweeney Todd & Singin' in the Rain, Stadttheater Klagenfurt
5. August: 3 Musketiere, Felsenbühne Staatz
[6. August: Romeo und Julia, Shakespeare auf der Rosenburg
Mitte August: Salzburger Festspiele]

...vielleicht quetsche ich auch noch "The Full Monty" in Amstetten und "Broadway Melody" im Stadttheater Klagenfurt hinein - wird sich zeigen :)

Auch mit "musicalischer" Sommerlektüre habe ich mich eingedeckt...
  • Stuart Ostrow: The Anatomy of a Broadway Musical
  • Sharon Wheatley (u.a. Avenue Q): 'til the fat girl sings. From an Overweight Nobody to a Broadway Somebody - A Memoir
  • Friedrich Kurz: Der Musical-Mann. Ein steiler Aufstieg, ein tiefer Fall und eine Begegnung mit Gott, die alles veränderte.
...und eine neue Ladung CDs muss auch noch vor dem Sommer erworben werden...
  • It's Only Life - A new musical revue (John Bucchino) - wäre auch etwas für die "An evening without..."-Reihe
  • Memphis - A new musical. Das Broadway Cast Album des Tony-Abräumers.
  • Promises, Promises. Sean Hayes und Kristin Chenoweth für zu Hause und den Urlaub.
  • The Wild Party - Andrew Lippa. Eine CD, die schon lange auf meinem Wunschzettel steht.
  • ...und was mir sonst noch in die Hände fällt :)

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Mittwoch, 7. April 2010

new stuff

Endlich ist es soweit...seit gestern halte ich zwei lang ersehnte Dinge in meinen Händen und ich freue mich sehr darüber. Es handelt sich dabei zum einen um eine CD, viele können sich jetzt schon denken welche - genau! ROCK OF AGES! Es rockt einfach, da kann man sagen was man will :D

Zum zweiten darf ich jetzt auch "The Playbill Broadway Yearbook: June 2008 to May 2009" mein Eigen nennen, DIE Quelle für Informationen zur Broadway Saison 08/09. Fotos von Darstellern, Auflistung der Songs/Cast/..., Fotos und Informationen über die Staff hinter der Bühne von Company Manager zu Crew und Stage Door...einfach alles! Für mich ist es eine schöne Erinnerung an meine Zeit in NYC, ich kann es wirklich jedem Broadway-Fan empfehlen - die Investition lohnt sich! :)






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Sonntag, 27. Dezember 2009

Ein paar Gedanken zu Tarzan + CD-Tipp

Zweimal habe ich dieses Jahr "Tarzan" in Hamburg erleben dürfen..."erleben" ist hier sicher die richtige Wortwahl, denn dieses Musical ist ein Erlebnis...genau wie in "The Lion King" erlebt und sieht man Dinge auf der Bühne, die man vorher nicht für möglich gehalten hätte!

Im Februar war ich einfach nur begeistert. Ich habe zwar weder Anton Zetterholm noch Elisabeth Hübert gesehen, aber David J. Boyd und Isabel Trinkaus haben ihre Sache auch gut gemacht...enttäuscht war ich im ersten Moment aber schon, da ich ein Fan der TV-Show war, vom Moderator und der Musikauswahl mal abgesehen!
Mein "Dreamteam" waren damals Anton Zetterholm und Ina Trabesinger...er ist es ja bekanntlich geworden und sie durfte im März für kurze Zeit Jane spielen - leider habe ich die beiden nicht zusammen gesehen :)
Tarzan hat mich einfach total beeindruckt...die ganze Umsetzung war einfach fantastisch.

Jetzt im Dezember bin ich noch einmal nach Hamburg gereist und bei der Gelegenheit Tarzan ein zweites Mal angeschaut...wieder kein Anton, aber dafür Elisabeth Hübert. Ich konnte mir Elisabeth Hübert eigentlich nie als Jane vorstellen, aber sie war richtig gut und viel besser als Isabel Trinkaus...diesmal hat Mark van Beelen Tarzan gespielt und auch er war gut...er war ja auch bei "Ich Tarzan, Du Jane" dabei - auch in der niederländischen Version dieser Show - er wollte diese Rolle also unbedingt spielen :)
Am besten hat mir allerdings Peti van der Velde (Kala) gefallen, die einfach pure Liebe und Geborgenheit ausgestrahlt hat...sie hat außerdem eine wunderschöne, warme Stimme - es war einfach nur eine Freude ihr zuzusehen!

Da ich wusste, was mich erwartet habe ich die Show diesmal auch anders wahrnehmen können. Im Februar war ich ein wenig von der tollen Umsetzung abgelenkt und die dramaturgischen Schwächen sind an mir vorbei gegangen, aber leider muss ich jetzt sagen, dass es wirklich einige gibt...
Ich bin noch immer begeistert von diesem Disney-Musical und finde auch die Musik großartig - zumindest die meisten Songs, aber die Show hat ihre Längen. Was mich auch stört sind die Übergänge. Selten gibt es gute Übergänge zwischen den Szenen/Songs und die meisten Szenen sind abgehackt und verlaufen nicht ineinander...

Anton Zetterholm werde ich wohl erst im Februar zu sehen bekommen, da bin ich nämlich beim Best of Musicals Konzert in München...ich bin wirklich gespannt!

Zu Tarzan gibt es übrigens ein interessantes Buch, ich habe es selbst noch nicht ganz gelesen, aber es liegt in meinem Bücherregal und wartet darauf...wen es interessiert:

"Tarzan - The Broadway Adventure" von Michael Lassell

So und jetzt noch zu meinem CD-Tipp:

In den letzten Tagen habe ich viel über meine Zeit in New York nachgedacht und mir diesen schönen Sommer nochmal vor Augen geführt...eines der letzten Musicals, die ich dort gesehen habe, war "Rock of Ages" und ich war von der Stimme und der Ausstrahlung des Hauptdarstellers Constantine Maroulis sehr angetan...
Ich habe mir daraufhin gleich seine Solo-CD "Constantine" gekauft und kann sie euch nur weiterempfehlen...guter, leichter Rock/Pop!

Sonntag, 10. Mai 2009

Dies & Das

So...wird Zeit, dass ich wieder mal ein allgemeines Update mache...

Zuerst das Gute...

THOMAS BORCHERT kommt wieder nach Wien!
Jahre lang haben wir darauf gewartet und jetzt ist es endlich soweit...In seiner Paraderolle Graf Krolock wird er Wien unsicher machen und ich kann meine Freude darüber kaum ausdrücken. Im Vorfeld wurde ja schon viel spekuliert, aber es war mir immer klar, dass es nur einen Krolock gibt, der mich zufrieden stellen kann...Mathias Edenborn wäre auch noch gegangen, ihn habe ich bereits in Berlin als Grafen erleben dürfen und damals hat er mich sehr überzeugen können...mögliche Zweitbesetzung?...ich hoffe es, jedoch mag Mathias Edenborn Wien nach eigenen Angaben nicht so sehr...andererseits: Engagement ist Engagement und ein Musicaldarsteller hat da auch nicht immer die Wahl..sprich - ist es ein gutes Engagement muss man schon mal die Stadt, in der das Musical spielt, in Kauf nehmen :) Bisherige Zweitbesetzung für Krolock ist übrigens schon fix: Aleks Di Capri wird ihn spielen...wer uns noch zum Gruseln bringt, ist abzuwarten...ich bin gespannt!

Zweite gute Nachricht: Sebastian Smulders bleibt in Wien! Er ist ein fantastischer Darsteller, denn er bringt wirklich seine ganze Leidenschaft auf die Bühne...er wird im Ensemble und als Zweitbesetzung Alfred zu sehen sein. Vor kurzem habe ich ihn auch als Melchior in Frühlings Erwachen gesehen und muss sagen, dass er Rasmus um nichts nachsteht. Er überzeugt durchaus, ist allerdings noch ein wenig unsicher gewesen, weil die Rolle doch sehr fordernd ist und er sie noch nicht oft gespielt hat, aber das verzeiht man ihm schnell...auch wenn er "nur" in einem "Chair of Rock" zu sehen/hören ist, gibt er alles und beim Schlussapplaus sieht und spürt man jedes Mal man seine Freude...irgendwie sehr erfrischend!

Ich freue mich wirklich sehr, dass eines meiner Lieblingsmusicals wieder nach Wien kommt. Natürlich hätten wir alle gerne wieder Steve Barton erlebt, aber die Besetzung, die jetzt schon feststeht, verspricht nur Gutes und ich bin schon ganz aufgeregt und kann es kaum erwarten...

Für die Vereinigten Bühnen hoffe ich natürlich das Beste, denn mit Tanz der Vampire könnte es endlich mal wieder aufwärts gehen...sie stehen ja momentan ziemlich im Kreuzfeuer der Medien. Einen Kritikpunkt meinerseits gibt es allerdings: die 5-Euro-Plätze im Ronacher. Sie gehören gestrichen, denn diese Plätze sind nicht einmal die 5 Euro wert, die man für sie bezahlt! Man sieht absolut nichts...naja ok...einen Meter Bühne und die Stimmen kann man hören, aber was nützt einem das? Die CD kann ich mir auch zu Hause anhören...das Positive ist: wenn das Ronacher nicht ausgelastet ist, dann kann man sich problemlos umsetzen. Das Personal ist sehr freundlich und zeigt dir freie Plätze, von denen man wirklich gut auf die Bühne sieht. Hat man jedoch Pech, dann kann man entweder auf seinem unbequemen 5-Euro-Sitz 3 Stunden lang verharren oder doch nach Hause fahren und die CD einlegen...ich habe letzteres gemacht, denn ein Meter Bühne für 3 Stunden ist mir ehrlich gesagt zu wenig! Bei aller Liebe zu Musicals...für diese Sitze müssen sich die Vereinigten Bühnen wirklich eine Lösung überlegen, denn Schulklassen aus dem Ländle dorthin zu verfrachten, ist wohl kaum die richtige...was sollen die Schüler denn für einen Eindruck bekommen...kein Wunder, dass sie sich manchmal während des Musicals lautstark unterhalten: sie regen sich auf bzw. sie tratschen einfach, weil sie ja eh nichts sehen und mitbekommen. Ich will diese Schulklassen nicht unbedingt verteidigen, denn mir gehen sie auch ab und zu sehr auf die Nerven mit ihrem unpassenden Gelächter und oftmals auch fehlendem Benehmen, aber die 5-Euro-Plätze sind wohl hier sehr kontraproduktiv...

Zum Schluss noch ein paar Buchtipps zum Thema Musical:

- A little bit wicked von Kristin Chenoweth: Die Broadway-Glinda erzählt von ihrem Leben und ihrer Karriere. Eine sehr inspirierende Biografie, die mit viel Herz und Humor verfasst wurde. Einige Episoden aus ihrem Leben wurden ausgelassen, aber man erfährt nichtsdestotrotz viel über die sympathische Person "Kristi Dawn". Gute, interessante Unterhaltung.

- Without You von Anthony Rapp: Ein sehr ehrliches Seelenportrait von einem bewundernswerten Künstler, der weiß, dass er nur ein Mensch ist und versucht mit seinen Fehlern und diesem "Mensch sein" umzugehen. Rapp beschreibt schwere Phasen aus seinem Leben bis hin zu seinen großen Erfolgen bei RENT sehr einfühlsam, menschlich und vor allem ehrlich. Das Buch ist sehr ergreifend und ob Schmerz oder Freude, Anthony Rapp lässt den Leser an allem teilhaben. Besonders bewegend sind Rapps Erzählungen über Jonathan Larson...wirklich empfehlenswerte Lektüre!

- Spring Awakening: In the Flesh von David Cote...die perfekte Lektüre, um mehr über das Erfolgsmusical Spring Awakening zu erfahren. Das Buch beinhaltet zahlreiche Fotos, den gesamten Text, Interviews mit Cast und Creative Team und vieles mehr. Sehr interessant und bereichernd!

- How does the show go on? An Introduction to the Theater von Thomas Schumacher: eine sehr nette Einführung in die Welt des Theaters/ Musicals - mit besonderer Bezugnahme auf die Disney-Musicals. Dieses Buch ist ein wahrer Schatz. Die Sprache ist etwas kindlich, aber dafür beinhaltet das Buch einfache Beschreibungen und viele kleine Überraschungen, wie z.B. eine Muster-Eintrittskarte, ein Auszug aus dem Skript von Tarzan, Skizzen zu den Kostümen von Lion King, etc. Das Buch kostet seinen Preis, aber dieser ist wirklich gerechtfertigt.

So...das war's jetzt mal...in den nächsten Tagen wird eine Kritik zu "I Do! I Do" folgen...mal sehen was sonst noch so ansteht...
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