Nun steht sie also fest, die gesamte Besetzung der deutschsprachigen Erstaufführung von "Next To Normal". "Next To Normal - Fast Normal" - Gott sei Dank wurde der englische Titel übernommen - präsentiert sechs Musicaldarsteller in seiner Cast, die mich auf den ersten Blick doch etwas verwundert haben. Ehrlich gesagt hätte ich Pia Douwes und Thomas Borchert nicht in den Rollen von Diana und Dan gesehen. Der zweite Blick jedoch, und vor allem der Blick auf die Darsteller von Gabe, Natalie, Henry und Dr. Madden/Fine, erzeugt in mir ein Gefühl der Spannung und Vorfreude auch wenn ich mit Sicherheit weiß, dass ich es wohl kaum nach Fürth zur Erstaufführung schaffen werde. Mit diesen sechs Darstellern hat das Creative Team sehr individuelle Künstler gefunden. Alle bringen die nötige schauspielerische Tiefe für diese Rollen mit, eine Furchtlosigkeit, sich diesen Charakteren zu widmen, Leidenschaft für ihren Beruf und eine besondere Ausstrahlung. Dirk Johnston und Dominik Hees als Gabe und Henry finde ich fabelhaft besetzt und ich mache mir große Hoffnungen auf ein Album mit dieser Cast, auch wenn ich mich immer etwas vor der deuschen Übersetzung graue, aber vielleicht ist Regisseur und Übersetzer Titus Hoffmann da ja etwas gelungen (ein erstes Urteil kann man sich hier bilden)...
Obwohl es nur 13 "exklusive" Vorstellungen im Stadttheater Fürth gibt (Premiere am 11. Oktober 2013) fährt das Marketing-Team eine bewundernswert engagierte Schiene. Promotion-Videos geben einen Einblick in die Backstage-Arbeiten, sei es nun Bühnenbild oder Fotoshooting, via Facebook wird ordentlich gepostet und geshared, die Homepage ist toll gestaltet und das Konzept hält sich eng an das Original (z.B. mit übergenauen, "hyper-normal" bearbeiteten Bildern und den symbolträchtigen Pixeln). Ein Produktion, die also schon im Vorhinein verspricht, was sie auch hoffentlich hält.
Die Besetzung:
Diana - Pia Douwes
Dan - Thomas Borchert
Natalie - Sabrina Weckerlin
Gabe - Dirk Johnston
Henry - Dominik Hees
Dr. Madden/Fine - Ramin Dustdar
Links:
- Next To Normal - Fast Normal
- Next To Normal - Broadway Review
Donnerstag, 11. Juli 2013
Dienstag, 2. Juli 2013
Auf der Suche nach der Wahrheit - Die "neue" Sater/Sheik- Kollaboration "Arms on Fire"
Während sich in Wien das Youth
Ensemble des English Theatre auf seine Premiere von "Spring
Awakening" vorbereitet, feierte das neueste und zugleich älteste Projekt des Autoren-Teams Steven Sater und
Duncan Sheik letzte Woche seine Weltpremiere. Unter dem Titel "Umbrage" begannen Sheik und
Sater 1999, noch vor ihrer Zusammenarbeit an "Spring Awakening", ihre
gemeinsame Arbeit. Doch erst 14 Jahre später kam es am 26. Juni 2013 als
"Arms on Fire" zur ersten (öffentlichen) Aufführung mit der Chester Theatre Company (Regie:
Byam Stevens).
Die Musicalwelt kann für eine Kollaboration wie diese überaus dankbar
sein. "Pushing the boundaries" steht bei Sater und Sheik immer mit im
Zentrum ihrer Arbeit. Dass Musicals sich nicht an „Konventionen“ halten müssen,
sondern sich verallgemeinernden Definitionen entsagen können, indem sie z.B.
der Musik neue Funktionen und Formen zusprechen, zeigten Sater/Sheik deutlich
mit „Spring Awakening“. „Arms on Fire“ ist kein Musical, aber auch kein „play
with songs“, das Stück versucht anscheinend erst gar nicht sich in eine Kategorie
einzuordnen oder sich zu limitieren. Genau dieses Grenzen-negieren und -überwinden,
dieses „Forschen“ nach neuen Wegen, zeichnet die Arbeit von Sater/Sheik aus und
darin liegt, für mich, die Zukunft des Musicals. Ein weiterer Aspekt ist die Thematik der Stücke, denn auch wie in „Spring Awakening“ geht
es um „finding truth, even if that truth is uncomfortable“ (Steven Sater, Amherst Bulletin). „Arms on Fire“ macht
sich auf diese Suche, indem es zwei sehr unterschiedliche Menschen miteinander
konfrontiert. Auch wenn das Stück eine relativ kurze Spielzeit (26. Juni bis 7. Juli) hat, so spricht Sater in einem Interview mit dem Boston Globe bereits von Plänen es nach einer weiteren Produktion an einem Regional Theatre an ein Off-Broadway Theater zu bringen. So wie man plant und denkt so kommt es zwar nicht immer, aber die Hoffnung lebt, dass auch „Arms on Fire“ einen erfolgreichen Weg einschlägt. Einige Songs gibt es übrigens auf Duncan Sheiks Album „Phantom Moon“ (2001) zu hören…
LINKS:
- Boston Globe Artikel mit Video (Interview und Einblick in Proben)
- Chester Theatre Company (Produktionsinfos und Fotos)
Donnerstag, 27. Juni 2013
Bachelor-Show - Musikalisches Unterhaltungstheater - Konservatorium Wien
Die Bachelor-Show des Abschlussjahrgangs der Abteilung Musikalisches Unterhaltungstheater der Konservatorium Wien Privatuniversität
gehört zu den Highlights meines Musical-Jahres und das mittlerweile schon seit
einigen Jahren.
Jedes Jahr präsentieren sich junge Talente und zeigen was
sie in den vier Jahren am Kons gelernt haben und was in ihnen steckt. Es ist
jedes Mal ein Abend der (An-)Spannung, der Leidenschaft und vor allem der
Emotionen. Dieses Jahr war es wohl auch – zumindest bei der Premiere – ein
Abend des Schweißes, der einige weitere Herausforderungen mit sich brachte und vor
allem von den männlichen Absolventen aufgrund der ständigen Mikropannen
absolute Professionalität erforderte. Besonders Manuel Heuser hatte zu kämpfen und
musste aus und in die Szenen springen, was er sich jedoch nicht groß anmerken
ließ, sondern einfach reagierte. Nicht leicht hatte es sicher auch Johannes
Nepomuk, der noch kurz vor seiner Abschlussnummer - dem emotionalen Höhepunkt
seines Programmes – von einem Techniker ein Handmikrophon in die Hand gedrückt bekam.
Hut ab – denn als wäre nichts gewesen sang Nepomuk trotzdem eines der
emotionalen Highlights der gesamten Show mit einer Tiefe und Ehrlichkeit, die
sehr berührte. Johannes Nepomuk lieferte mit seinem gesamten Programm eine beeindruckende Performance ab, die nicht nur abwechslungsreich war, sondern auch einen weiten emotionalen Bogen spannen konnte. Die Zusammenstellung erwies sich als äußerst gelungen: ein schwungvoller Einstieg mit „Live in Living Color“ (Catch me if you can), eine wunderbar komische Nummer aus Wildhorns Wonderland („One Knight“) samt allen (oder eher wenigen) „cheesy-moves“, die das Boyband-Spektrum zu bieten hat und diversen Gags von Ohrring bis übergroßer Anzug und Standmikro, ein bisschen „Smash“ und über den Einstieg „Immer nur lächeln“ (Das Land des Lächelns) zum Grönemayer-Abschluss „Ich hab dich lieb“ – ein Lied, mit dem Nepomuk trotz des Intermezzos den Nagel auf den Kopf getroffen hat. Die Textkomponente bestand zum Teil aus Szenen aus Woody Allens Match Point, die eine gute dramatische Entwicklung erlaubten. Alles in allem ein perfekt zusammengesetztes Abschlussprogramm, in dem Johannes Nepomuk sein Talent beweisen konnte und deswegen noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Sich so ein Programm von zwanzig Minuten auszudenken, das sämtliche Anforderungen erfüllt – sei es nun Operette und Tanz (etc.) – aber auch die individuellen Stärken herausstellt sowie vielleicht auch noch eine gewisse Bandbreite der Darstellung zeigt, stelle ich mir als sehr schwierige Aufgabe vor. Es ist meines Erachtens ein hohe Kunst in zwanzig Minuten so viel wie möglich zu zeigen und sowohl sich selbst nicht zu verlieren als auch alle Vorschriften und andere Bedenken einzuhalten. Während dieses Jahr einige Absolventen den Vogel abgeschossen haben, da sie genau diese Vorgaben sehr individuell, mit eigenem Twist, umgesetzt haben, konnten andere wiederum nicht ganz so überzeugen wie sie es in vergangenen Produktionen bereits getan haben. Alixa Kalasz ist mir noch gut aus Rent – grandios als Maureen – und Tee um Drei in Erinnerung, ihr Bachelor-Programm war etwas einseitig und vielleicht zu eng, um sich ganz entfalten zu können. Doch keine Frage, ihr Talent ist groß und Kalasz spielte, sang und tanzte souverän, überzeugen konnte sie aber vor allem in den Supporting Roles in den Programmen einiger Kollegen.
Leider auch etwas blass wirkte Manuel Walcherberger. Ich weiß nicht genau woran es lag, aber der Funke wollte nicht so ganz überspringen. Man nehme seine Darstellung in Rent – ein Collins wie man ihn sich wünscht, eine Performance, die mich nachhaltig beeindruckt hat oder auch seinen Auftritt in Tschechows Drei Schwestern letzten Sommer (Armes Theater Wien) – da konnte man sehen, was in ihm steckt. Vielleicht war es auch die Premiere, die einfach nicht so glatt gelaufen ist, denn leider konnte Walcherberger nicht alle seine Register ziehen und nur ansatzweiße sein großes Talent zeigen (wie z.B. in den „Rache“-Szenen aus „Sleuth“).
Die beiden anderen Männer im Bunde sind Manuel Heuser und Dieter
Hörmann. Heuser hatte am schlimmsten mit der Technik zu kämpfen, bestand
die Herausforderung jedoch bravourös. Hinein und hinaus aus der Szene – ohne Probleme,
Hut ab! Sein Programm bestand aus Monologen aus Martin Heckmanns „Finnisch“,
die einen roten Faden spannten und Raum für eine vielfältige Songauswahl ließen
– u.a. Jonathan Reid Gealts „Quiet“, „Was hat sie nur an sich?“ (Lippas „Wild
Party“) und „Feeling Good“. Erfrischend, sympathisch und perfekt auf sein
Können abgestimmt. Ebenso und doch ganz anders Dieter Hörmann. Ein Unikat der
Sonderklasse, dessen Programm den roten Faden roten Faden sein ließ und einfach
machte. Auch das funktioniert, wenn jede einzelne Nummer so auf den Punkt
gesungen und gespielt wird. Egal
ob Sondheim (Nothing’s Gonna Harm You), Bernstein (Maria), Benatzky oder „Moving
Too Fast“ (The Last 5 Years) mit neuem Text in „Voitrottl“-Manier. Dazwischen
dann noch eine „Stumme Szene“ – passend zum Sommer, die auch nicht mit Worten
beschrieben werden kann und „Auf den Flügeln des Gesanges“, ein genialer
Sketch, den ich das letzte Mal bei Mark Seiberts Kons-Prüfung gesehen habe
(damals mit Peter Lesiak). Eine Szene mit der Hörmann gemeinsam mit Johannes
Nepomuk „abgeräumt“ hat. Überhaupt hat sich letzterer auch in den Supporting
Roles nichts nehmen lassen, alles gegeben und hier noch weitere Qualitäten zu
Tage befördert.
Der Preis für das kreativste Konzept geht an Tanja Petrasek, die den
Leonie-Rysanek-Saal in das altbekannte „Herzblatt“-Studio umwandelte, um gleich
alle drei Kandidatinnen zu spielen: die Renate mit „gewaschenem“ Dialekt aus
Wien, die Susi mit S-Fehler aus St. Pölten und Katharina aus Liechtenstein, die
gerne mal tschechische Art-Filme zur Entspannung schaut. Eingebettet in das
Setting war u.a. Operettiges, „Mein Sinn für Stil“ (Aida) und „Männer“ (Drei
Musketiere). Mit Maria Bills „I mecht so gern landen“ konnte Petrasek in einem einzigen
Song zeigen, was in ihr steckt. Diese Performance ging derart ans Herz, dass
man den Schmerz fast selbst spüren konnte – eine große Leistung!Salka Weber ist ein „Triple Threat“, denn sie überzeugte auf allen drei Ebenen gleichermaßen. Ihr schauspielerisches Können kam in ihrem Programm besonders gut hervor und zusammen mit Michael Souschek spielte sie zunächst eine problematische Paarbeziehung, bevor sie sich dann den wahren Problemen dahinter in einer Gruppentherapiesitzung widmete. Gelungen zusammengesetzt mit tollen Tanz- und Gesangnummern, nur Carmens „Habanera“ zu Beginn wollte nicht so richtig. Aber das hatte man am Schluss ihrer Szene schon fast ganz vergessen. Die Monologe sprühten von natürlichem Spiel und das hat nicht losgelassen und eine ganz eigene Verbindung zum Publikum hergestellt.
Auch Franzsika Kemna
konnte mit ihrem Bachelor-Programm voll und ganz überzeugen. Es schilderte die
Schwierigkeiten des Künstlerdaseins sei es nun die Härte des Berufsalltags oder
Beziehungsprobleme (an ihrer Seite in diversen Rollen: Adrien Papritz - großartig!) und suchte sich dann eine Fluchtmöglichkeit in einem Pakt
mit dem „Teufel“ – Ruhm und Erfolg auf allen Ebenen. Auch dieses Setting ließ
viel zu – von Klassiker „Maybe This Time“ und über das komische Chanson von Pigor
& Eichhorn „Was willste denn in Wien?“ und Pasek & Pauls „Perfect“ (aus
Edges) bis hin zur Tanznummer „Die roten Stiefel“. Ein gelungener Abschluss
eines – wie immer – bunten und beeindruckenden Abends.
Etwas auffallend: ein scheinbarer – und wahrscheinlich nicht
dezidiert beabsichtigter – Schwerpunkt auf Beziehung, Betrug und Sex. Irgendwie
interessant, aber über Beziehungen lässt es sich ja immer gut reden...
Das i-Tüpfelchen der Bachelor-Show waren die Ensemble-Nummern,
in denen sich die acht „Wegbegleiter“ noch einmal zusammen präsentieren konnten.
Shreks „Freak Flag“ mit kleinem Seitenhieb auf einige Kons-Lehrende und einer
großen Portion Selbstironie war definitiv ein Highlight des Abends. Mikas „Happy
Ending“ war letztlich doch nicht das Ende, sondern nur die Vorstufe zum Reprise
von „Freak Flag“, das ich am liebsten gleich noch ein paar Mal gesehen hätte. Herzlichen Glückwunsch an die acht Absolventen!
Dienstag, 4. Juni 2013
„a summer rose in winter" - Wenn die Seele spricht...
Man weiß, dass man etwas Unbeschreibliches gesehen hat, wenn
man am Heimweg immer noch Tränen in den Augen bekommt. Ja, was soll ich sagen?
Tränen über Tränen an diesem regnerischen Nachmittag und ein tief erfülltes
Herz.
Wenn die Seele spricht, dann hört sich das genau so an, wie „Wenn
Rosenblätter fallen“ oder eben „a summer rose in winter“. Und zwar genau so,
wie gestern in einem Reading die englische Version des Musicals präsentiert
wurde. Im Vorhinein wurde das Publikum gebeten nicht zu urteilen und Nachsicht
zu haben, da nicht viel geprobt wurde etc. Alles vergessen, nachdem die ersten
Sätze gesprochen, die ersten Lines gesungen wurden…
In dieser Besetzung, in diesem intimen, direkten Rahmen, nur
mit Klavierbegleitung (von Komponist Rory Six), so finde ich dieses Musical,
das an Herz und Nieren geht, am ergreifendsten. Da braucht es nichts – keine
Kostüme, kein Bühnenbild, auch nicht unbedingt Requisiten (oder zumindest nur
das Notwendigste). Pur. So haben die Gefühle, die beste Möglichkeit sich zu
entfalten.
Denke ich an den Nachmittag zurück, kann ich es immer noch
kaum fassen. Keine Worte. Als Rory Six die Pause ankündigte herrschte Stille im
Raum, durchzogen von Schniefen und Rascheln der Taschentücherpackungen. Das,
was in diesem Raum in den fast zwei Stunden passiert ist, lässt sich nicht wirklich
beschreiben. So reduziert und konzentriert auf das Wesentliche, dieses Auf und
Ab des menschlichen Daseins mit all seinen Facetten. Dieses Erforschen der
Tiefen, die Glücksmomente, die überspielten Abgründe – „a summer rose in winter“
zeigt Charaktere, die einen nicht los lassen. Sie erfordern Darsteller, die die
Angst hinter sich lassen und sich fallen lassen in diese Geschichte von Leben
und Tod. Riccardo Greco ist DIE Idealbesetzung für Tom (ehemals „Till“). Ich
weiß nicht wie und was, wenn ich ihn performen sehe. Wenn ich nur daran denke,
bekomme ich wieder Tränen in den Augen, weil dieser Mensch eine Gabe hat, die
ich bei kaum einem je gesehen habe. Wenn Greco spielt und singt, dann gelingt
es ihm, sich so zu öffnen, dass ich als Zuschauer das Gefühl habe, direkt in
seine Seele schauen zu können. Vielleicht geht es nur mir so, aber ich wünsche
jedem, dass er genau das fühlen kann, was ich in diesen Momenten spüre. Eine
Seelenverbindung zwischen Darsteller, Charakter und Zuschauer. Das ist magisch
und mag jetzt so kitschig und abgedriftet klingen, wie es eben klingt – besser
kann ich es nicht ausdrücken.
Marle Martens und Jacqueline Braun sind die anderen zwei im
Bunde. Auch diese beiden beeindrucken. Martens und Greco – dass dieses Duo harmoniert,
konnte man z.B. schon in einem gemeinsamen Video sehen – eine Verbindung, die
ohne Worte funktioniert. Eine Blick, eine Umarmung sagen da mehr als tausend
Worte. Ähnlich ist es auch bei Jacqueline Braun, die ebenso tief in ihre Rolle
einsteigt wie Greco und von dort aus zu einer Leistung hochfährt, die einen nicht
loslässt.
„a summer rose in winter“ erreicht mich auf Englisch mindestens
genauso wie auf Deutsch. Die Sprache, die dieses „intimate musical“ spricht,
ist eine, die jeder versteht und genau das ist das Besondere an diesem Stück.
Es spricht Gefühle an, die uns alle verbinden – egal von wo wir kommen, oder wer
wir sind undgenau dieses „Verbinden“ der Menschen ist die Stärke dieses
Musicals. Das Reading hat mich von allen Performances, die ich bereits von
diesem Stück gesehen habe, am allermeisten berührt. Zu einem wesentlichen Teil
dank der Darsteller, allen voran Greco, und aufgrund der Intimität der Location
und der Fokussierung auf das Wesentliche. Es gibt keine erhöhte Bühne, sondern
nur Menschen, die tief in ihre Charaktere schlüpfen ohne dabei sich selbst zu
verlieren, und die Menschen im Publikum. Im Kaisersaal der Klaviergalerie war
gestern Nachmittag etwas Magisches zu spüren. Ich wünsche „a summer rose in
winter“ und dem Team dahinter den Erfolg, den es sich verdient hat und dass die
nächsten Schritte – wie z.B. ein Reading in London – erreicht werden und
gelingen. Liedtexte: Kai Hüsgen
Buch: Kai Hüsgen und Rory Six
English Translation: David Nando, Rory Six
Zusätzliche Texte: Elen de Clercq
Links:
- "Ein Leben ohne dich" - Workshop Präsentation
- "Wenn Rosenblätter fallen" - Theater Akzent
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